Heute haben wir den neuen Spielplatz bzw. Park Sonnenland im 11. Bezirk besucht. Wir wollten wissen, für welches Alter er geeignet ist und ob er seinem Namen gerecht wird – d.h. ob er für den Sommer zu heiß ist – oder ob es doch auch Schattenseiten gibt.
Anreise
Kommen wir gleich zum größten „Nachteil“ dieses Parks: Er ist etwas abgelegen (kann auch ein Vorteil sein, weil weniger Leute!). Mit den Öffis ist er am besten über folgende Stationen erreichbar:
- Die Linie 15A (Station „Am Kanal“), von wo aus man noch ein Stück bergauf gehen muss, oder
- die Station Geiselbergstraße (S-Bahn, Linie 11 oder 69A) und dann ebenfalls zu Fuß.
Radfahrer nutzen den Werkstättenweg gerne als Verbindung vom 11. in den 10. Bezirk. Während der Spielplatz selbst viele barrierefreie Geräte bietet, ist der Werkstättenweg allerdings nicht gerade als barrierefrei zu bezeichnen:

Der Fußweg ist für breite Kinderwägen nicht geeignet. Weicht man auf die Straße aus, muss man gut auf den Verkehr achten. Am besten ist die Anreise über die Geiselbergstraße, da man die Autos dann wegen der Einbahnregelung im Werkstättenwegs kommen sieht.
Für Fahrräder gibt es vor Ort glücklicherweise genügend Abstellplätze:


Ein echtes Highlight im Sinne der Inklusion: Eine barrierefreie Kommunikationstafel mit leicht verständlichen Symbolen ermöglicht Kindern auf dem Spielplatz eine einfache Verständigung ohne Sprache. Sie können einfach auf das passende Symbol zeigen – ideal für alle, die sich (noch) nicht oder nur schwer über Lautsprache verständigen können, wenig Deutsch können oder dem nonverbalen Autismus-Spektrum zuzuordnen sind:

Die verschiedenen Bereiche
Hier seht ihr einen Überblick über alle Bereiche des Parks:

Kleine Entdecker*innen
Dieser Bereich ist für alle Altersgruppen geeignet und hält auch tolle, mit dem Rollstuhl befahrbare Geräte bereit:











Musikinstrumente
Die Musikinstrumente sind ein großartiges Highlight des Parks:
Spiel- und Picknickwiese
Im hinteren Teil des Parks lädt eine große Wiese zum Verweilen ein. Fußballspielen ist hier eigentlich verboten… aber ich nehme an, dass die Fläche früher oder später trotzdem dafür genutzt wird 🙂


Begehbarer Naturraum
Für die Sinne gibt es außerdem diesen schön angelegten Barfußweg:

Gemeinschaftsgarten
Dieser Bereich soll naturgemäß nicht von allen betreten werden, ist aber schön anzusehen:


Bewegungspark
Der Bewegungsgarten trumpft mit einer großen Kletterspinne und einem tollen Motorikpark auf, der vor allem für größere Kinder eine super Herausforderung bietet:




Eine moderne Calisthenics-Anlage für Eigengewichtsübungen ist durch Zäune vom Motorikpark abgetrennt:

Fazit: Gibt es Schatten im Sonnenland?
Zur Mittagszeit leider kaum: Sowohl der Bewegungspark als auch der Kleinkindbereich liegen voll in der prallen Sonne. Es gibt jedoch einige riesige, alte Bäume auf dem Areal, in deren Schatten man sich wunderbar zurückziehen kann:

Trotzdem empfiehlt sich im Hochsommer eher ein Besuch in den kühleren Morgen- oder Abendstunden – nicht zuletzt auch deshalb, weil das Wasserspiel recht einfach gehalten ist.
Dafür punktet der Spielplatz mit seiner enormen Größe und vielen modernen Geräten. Dass klassische Schaukeln oder Rutschen fehlen, ist vermutlich dem konsequenten Fokus auf Barrierefreiheit geschuldet. Das lässt sich aber leicht verschmerzen, da die unglaubliche Vielfalt an innovativen Klettermöglichkeiten die Kinder in ihrer motorischen und körperlichen Entwicklung perfekt fördert.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt die mühsame Erreichbarkeit. Am besten reist man mit dem Fahrrad an. Wer zu Fuß oder mit den Öffis kommt, sollte sich auf einen kurzen, aber leider etwas unangenehmen Weg entlang der Straße einstellen.
Was denkt ihr über diesen modernen Spielplatz? Wart ihr schon dort oder steht er nun auf eurer Ausflugsliste? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!



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